Tanz im Museum ist nicht neu!
Schon die Tanz-Avantgarde der 20er Jahre, von Isadora Duncan bis Mata Hari und Waslaw Nijinsky, pflegte eine enge Verbindung zur Bildenden Kunst und wählte für ihre neuen Bewegungsformen die Galerien und Ausstellungsräume der Museen als Tanzbühne. 1964 performte Merce Cunninghams Dance Company das Museum Event No.1 zur live Musik von John Cage im Wiener Museum des 20. Jahrhunderts.
Gegenwärtig widmen sich immer mehr Ausstellungen den Aufführungskünsten und Choreographen wie Anne Teresa De Keersmaeker, Boris Charmatz und Xavier Le Roy bespielen die Museen. Tänzer*innen bewegen sich durch die für Gemälde und Objekte geschaffenen Museumsräume, und Kunstbetrachter*innen gelten nicht mehr als passive Rezipienten, sondern interagieren mit Performer*innen, und nehmen aktiv am Kunstereignis teil. Was ist heute am ‚Tanz im Museum’ anders und neu? Dringen die aufführungsbasierten Künste in den Kontext der Bildenden Kunst ein und stellen gleichzeitig klassische Ausstellungskonzepte in Frage? Entstehen neue performative Formate und lösen traditionelle Präsentationsformen der Museen und Galerien ab? Diesen Fragen widme ich mich im Impuls-Beitrag für die Zeitschrift neues museum des österreichischen Museumsbundes mit dem Schwerpunkt „Das Museum als Bühne“ (1-2/2017).
In: Das Museum als Bühne, neues museum 17/1-2, 2017, S. 8-13.
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